Dentalröntgen für Kleintiere
Neu im Standort Warendorf
Zahnschmerzen sind still. Tiere zeigen kaum, dass sie leiden, und das ist das eigentliche Problem. Ein Hund, der nicht mehr so gerne kaut, eine Katze, die plötzlich ihr Futter liegen lässt oder beim Fressen den Kopf schief hält: Hinter solchen kleinen Verhaltensänderungen steckt häufig ein handfestes Zahnproblem. Oft eines, das schon länger besteht. Genau deshalb haben wir in unserer Praxis jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um Zahnerkrankungen bei Ihrem Tier so frühzeitig und gründlich zu behandeln wie es der aktuelle medizinische Standard erlaubt.
Seit Kurzem verfügen wir über ein digitales Dentalröntgengerät, das es uns ermöglicht, in Kürze vollständige Zahnsanierungen unter Röntgenkontrolle durchzuführen.
Was bedeutet das konkret?
Beim Dentalröntgen werden Aufnahmen direkt von den Zahnwurzeln und dem Kieferknochen gemacht. Das ist entscheidend, weil der größte Teil eines Zahns unter dem Zahnfleisch liegt und mit bloßem Auge gar nicht beurteilt werden kann. Wurzelabszesse, Knochenabbau, gebrochene Zahnwurzeln oder Zähne, die sich scheinbar unauffällig präsentieren, aber im Inneren bereits erkrankt sind: All das lässt sich ohne Röntgen nicht zuverlässig erkennen. Studien zeigen, dass bei Untersuchungen ohne Dentalröntgen ein erheblicher Anteil behandlungsbedürftiger Veränderungen übersehen wird. Bei Katzen liegt dieser Anteil laut Fachliteratur bei über 50 Prozent aller Befunde.
Was ist eine Zahnsanierung beim Tier?
Eine Zahnsanierung ist kein einfaches Reinigen der Zähne.
Sie umfasst:
- eine systematische Untersuchung jedes einzelnen Zahns und des umliegenden Gewebes
- Röntgenaufnahmen zur Beurteilung von Wurzel und Knochen
- die professionelle Entfernung von Zahnstein ober- und unterhalb der Zahnfleischlinie
- Politur aller Zähne
- bei Bedarf Zahnextraktionen oder weiterführende Behandlungen
- alles unter Vollnarkose, weil nur so eine gründliche und stressfreie Untersuchung möglich ist
Die Narkose klingt für viele Tierhalter nach dem größten Risiko. Tatsächlich ist das Risiko einer unbehandelten Zahnentzündung aber oft deutlich höher: Bakterien aus dem Mundraum können über die Blutbahn Herz, Nieren und Leber schädigen.
Welche Tiere profitieren davon?
Zahnerkrankungen sind bei Hunden und Katzen ausgesprochen häufig. Ab dem dritten Lebensjahr zeigen laut veterinärmedizinischer Fachliteratur die meisten Tiere bereits erste Anzeichen von Zahnfleischerkrankungen. Besonders betroffen sind kleine Hunderassen wie Yorkshire Terrier, Chihuahua oder Dackel, bei denen die Zähne auf engem Raum stehen. Auch Katzen, vor allem ältere, leiden häufig unter schmerzhaften Zahnerkrankungen, die von außen kaum sichtbar sind. Aber auch Kaninchen und andere Heimtiere, deren Zähne ein Leben lang weiterwachsen, brauchen regelmäßige Zahnkontrollen.
Woran erkenne ich, dass mein Tier Zahnprobleme haben könnte?
Sie müssen kein Tierarzt sein, um erste Hinweise zu bemerken:
- schlechter Atem, der nicht durch das Futter erklärbar ist
- Speicheln, Zähneknirschen oder Kauen auf einer Seite
- Zurückhaltung beim Spielen mit Spielzeug oder beim Kauen von Knochen
- gerötetes oder blutendes Zahnfleisch •sichtbarer brauner Belag an den Zähnen
- Gewichtsabnahme oder veränderte Fresslust
Keines dieser Zeichen beweist alleine eine Erkrankung. Aber jedes ist ein Grund, den Mund Ihres Tieres beim nächsten Besuch bei uns anschauen zu lassen.
Was Sie jetzt tun können
Wir bieten Zahnvorsorgeuntersuchungen an und führen vollständige Zahnsanierungen mit Dentalröntgen durch. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Tier Zahnprobleme haben könnte, sprechen Sie uns gerne beim nächsten Routinebesuch darauf an oder vereinbaren Sie direkt einen Termin.
Zahnschmerzen, die ein Tier nicht zeigt, sind immer noch Schmerzen.
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